… Was für eine Wortschöpfung. Unabhängige Stampin’Up! Demonstratorin, müsste es korrekterweise ja eigentlich heißen.  Bis vor ein paar Jahren – genauer gesagt bis vor  viereinhalb Jahren, wußte ich mit diesem Begriff gar nichts anzufangen. Ja, unabhängig ist klar aber der Rest? Stampin‘ Up, – das war die Firma mit dem schönen Papier, aus dem die Karten gefertigt waren, die ich im Internet fand, als ich auf der Suche nach neuen Ideen für meine Kalligraphie Kurse war. Aber die Ernüchterung kam ziemlich schnell – DIREKTVERTRIEB. Ich stellte es mir bildlich vor, wie Loriot in meinem Wohnzimmer sitzt und mir Papier verkauft.  Ne, ne gestrichen. Aber das schöne Papier – es begegnete mir immer wieder und nahm mich gefangen.

Ich wollte es nun doch mal in Natura sehen und war bereits nach dem 1. Workshop mit Bettina nicht nur vom Papier, sondern auch von den Stempeln, den abgestimmten Farben, von den passenden Stanzen restlos begeistert. Da gerade Sale-a-Bration Zeit war, konnte ich auch noch Gratis Produkte aussuchen, genial.

Das Paket kam gerade zur Fastnachtszeit und da ich im Gegensatz zum Rest der Familie ja nicht wirklich närrisch bin, konnte ich in aller Ruhe alles ausprobieren. Ganz schnell musste ich dann aber feststellen, dass  mir ja noch sooooo viel fehlte.

Deshalb war dann schnell für mich klar – da steig ich ein, da war nur noch eine kleine Hürde zu nehmen. MEIN MANN! Ich wusste, dass er mich für völlig übergeschnappt erklären würde, wenn ich ihm unterbreite, dass ich ein Staubsaugervertreter   eine unabhängige Basteltante werde.
Aber nach nur kurzer Zeit ergab sich die passende Gelegenheit. Mein Mann liebäugelte schon länger damit, sich wieder ein Motorrad zu kaufen und fragte mich eines Tages, ob ich damit ein Problem hätte, ABER NEIN – natürlich überhaupt nicht (ist eiskalt gelogen – nicht, dass ich ihm das Motorrad nicht gönnen würde, aber ich sorge mich immer, wenn er damit unterwegs ist). Auf alle Fälle konnte ich ihm bei dieser Gelegenheit meine neue Geschäftsidee schmackhaft machen und er wiederum (in Gedanken schon auf seinem Motorrad sitzend) hatte kein Problem damit, dass ich mich als Demo in Frankfurt anmeldete. (Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob das eventuell nicht auch ein bisschen gelogen war.)

Nun bin ich seit über 4 Jahren dabei, habe bis auf die Tage, an denen ich an der Buchhaltung sitzen muss, noch keinen bereut, habe viele neue, tolle Freundschaften geschlossen, eine Menge gelernt, erlebt und ein kleines, aber feines Team (Ingrid, Ann, Birgit, Christiane und Tina) aufgebaut.

Bis bald Helke